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Das iPhone 18 Pro Max in Neapel

05. Oktober 2026 um 16:42

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Einmal im Jahr treffe ich für ein Wochenende zwei Schulfreunde – immer in einer anderen europäischen Stadt unserer Wahl. In diesem Jahr einigten wir uns auf Neapel in Italien – ganz zufällig am ersten Wochenende mit dem iPhone 18 Pro Max.

A man wearing glasses and a hat is holding a smartphone and taking a photo of a classical building with columns and statues on the roof. The building has a triangular pediment with an inscription and a large dome behind it.

Apples Ökosystem bleibt das Killer-Feature der iPhones. Kurz vor Abflug – innerhalb von wenigen Stunden – hing das Telefon frisch eingerichtet (!) in meinem Gerätefuhrpark. Es sprach mit meiner Apple Watch, war von selbst mit den AirPods verbunden, air-droppte Links zum iPad und synchronisierte die auf dem Mac erzeugten Dateien.

Dazu braucht es natürlich kein neues iPhone. Wer aber nur alle drei bis vier Jahre einmal zugreift – upgradet, verbessert genau dieses Zusammenspiel. Alles bleibt bekannt, aber alles wird besser.

Ist das langweilig? Vielleicht. Aber ist es genau das, was Käufer:innen nach zwanzig iPhone-Jahrgängen verlangen? Vielleicht.

A close-up of a person holding a smartphone taking a photo of a small coffee cup on a saucer placed on a wooden table. The phone screen shows camera settings including a lens aperture of f4.0, and the focus is on the coffee cup in the center of the frame.

Pro Tag haben wir rund 20 Kilometer zu Fuß in der italienischen Großstadt abgerissen – mit Navigation, Open-Gate-Video-Aufnahmen, Übersetzungen und sehr viel Fotografie. Bei 25 Grad und direkter Sonneneinstrahlung bin ich nach rund 8 Stunden nicht nur mit rund 60 Prozent Akku ins Airbnb zurückgekehrt, sondern habe kein einziges Mal beobachtet, wie sich der Bildschirm von selbst runterdimmt. Die Dampfkammer im 17 Pro Max war klasse; im 18 Pro Max ist sie weltklasse.

Apple bewirbt den „dampfgekühlten A20 Pro Chip für anspruchsvollste KI Workloads“ – ich find’s schlicht beeindruckend, wie die Displayhelligkeit selbst unter knalliger Sonne am Mittelmeer konstant aufgedreht bleibt. Das dürfte auch an den neuen Materialien der „Vapor Chamber“ liegen, die die Wärme effektiver vom Display wegleiten.

Aber apropos Chip: Apple platziert erstmals seinen 2-Nanometer-Stein direkt neben dem Speicher, anstatt ihn wie früher darüber zu stapeln. Es ist eine abermalige Verbesserung für den Wärmeleitpfad und ein zentrales Feature dieses Modells.

A smartphone screen showing the battery usage details in dark mode. It displays the current battery level at 9%, the last charged time, and a graph of daily battery usage with today’s usage at 15% compared to an average of 4%.

Scherzhaft behauptete ich in diversen Vorjahren: „Akku ist ein gelöstes Problem!“ Im iPhone 18 Pro Max ist das kein Jux mehr – insbesondere wenn man sich mit einem passenden Ladegerät in nur 15 Minuten rund 50 Prozent Ladestand wieder erarbeitet.

Neapel war die erste Reise, auf der ich trotz Zwischenstopp-Flug ganz bequem ohne externen Akkupack auskam. Das war auch gut; ich hatte nämlich keinen dabei …

Am Abreisetag haben wir um 10 Uhr die Airbnb-Wohnung verlassen, sind sechs Stunden durch Neapel gelaufen, haben drei Stunden am Flughafen gewartet, zwei Flüge und eine Uber-Fahrt absolviert, nur um nachts um 2 Uhr mit 9-Prozent-Akku wieder zu Hause aufzuschlagen – komplett ohne Zwischenladung.

A triptych showing three scenes: a seaside view with buildings on rocky cliffs and the blue sea, a narrow sunlit street lined with tall buildings and stairs leading down, and a close-up of a pastry and cup of coffee casting shadows on a stone surface.

Mein Lieblingsfeature der neuen Kamera ist die Fokusverfolgung. Ganz im Ernst: Es ist absurd hilfreich, weil’s zu Fotos führt, die vorher so nicht funktionierten. Look at this!

Insgesamt sind es bewegte Bilder – also Videoaufzeichnungen – die diesmal große Sprünge machen. Angefangen beim Cinematic-Mode von regulärem Video1, 4K-Zeitrafferaufnahmen, Auto-FPS für Low-Light-4K-Videos, Pro-Controls sowie neue Algorithmen für Audio Mix. Ich verstehe nicht, warum man Hunderte von Euro in Gimbal-Kameras wie eine Osmo Pocket oder Insta360 Luna steckt und diese zusätzlich mit sich herumträgt, wenn das iPhone einen unterschätzten Actionmodus mitbringt.

Aber was steht dieses Jahr im Rampenlicht?

Die variable, physische Blende dominiert zweifellos Apples Werbung für das neue Modell. Fair enough: Marketing ist dafür ein Kinderspiel. Die haardünnen Lamellen sehen einfach total schick aus.

Allerdings stellt für mich die Qualität der Bilder – inklusive der fotografischen Stile – die Hardware so ein wenig in den Schatten.

Es macht mir einfach irrsinnig viel Freude, die Schnappschüsse am Ende des Tages durchzugehen und ihnen das letzte Quäntchen von digitalem Look & Feel auszuwringen. Der neue „Texture“-Reiter ist versteckt platziert, aber genau dafür eine aufregende Erweiterung.

„Photographic Styles“ sind bekanntlich kein Filter, die man über das gesamte Bild wirft. Gesichtstöne werden beachtet; keine Nase schaut nach der Bearbeitung verunglimpft aus. Apples neue Pipeline scheint zunehmend an die physischen Grenzen von Optik und Sensor zu stoßen.

Was mir in den ersten Tagen deutlich wurde: Die Kamera des iPhone 18 Pro Max produziert nicht direkt hübschere Bilder als Kameras aus älteren iPhones. Allerdings ist es damit einfacher, solch’ hübschere Bilder zu produzieren. Die neue Bildverarbeitung führt zu weniger plastikartigen und weniger aggressiv nachgeschärften Fotos.

Zugegeben: Wer sich vorher bereits viel Mühe gab (und vielleicht ProRAWs nachträglich bearbeitet hat), gelangt zu vergleichbaren Ergebnissen. Das neue iPhone kann mit seiner ƒ/1.48-Blende mehr Licht einfangen und traut sich damit auch mehr zu. Dass sich diese Ergebnisse so mühelos erzielen lassen, liegt schlussendlich aber an der Software.

A three-part collage showing a seaside view with a building balcony overlooking the ocean, a close-up of a pizza with melted cheese and tomato sauce, and a wall with large 'NAPOLI' graffiti and various smaller markings.

Software lässt auch eine andere Hardware-Änderung glänzen: die geschrumpfte Dynamic Island.

Gerade auf Reisen fällt auf, wie oft mehr als zwei Live-Aktivitäten sich um ein Plätzchen streiten – mit Flighty, Uber und einer Podcast-Wiedergabe nutzt man den neuen Platz bereits aus.

Auch zwei Live-Aktivitäten, die mehr Informationen zeigen und sich dadurch leichter antippen lassen, sind eine willkommene Neuerung.

A hand holding a smartphone displaying a map application of a coastal area, with a plate of pastry and a cup of black coffee on a gray table surface nearby.

Der technische Trick? Die Infrarotkamera von Face ID wandert unter das Display. Es fehlt dort jede zweite Pixelreihe, die durch eine höhere Pixelhelligkeit in diesem kleinen Bildbereich kompensiert wird.

Optisch kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zum restlichen Display erkennen, kämpfte in den ersten zwei Wochen aber mit vielen fehlgeschlagenen Erkennungen meiner Person.

Erst vor ein paar Tagen habe ich Face ID neu angelernt, ein alternatives Erscheinungsbild eingerichtet, die präzise Aufmerksamkeitsprüfung deaktiviert sowie das Entsperren mit der Apple Watch scharfgeschaltet. Probleme habe ich seitdem nicht mehr.

Ich beobachte jedoch weiter; für ein finales Urteil dieser Hardware-Komponente ist es zu früh. Insbesondere weil erst vor wenigen Tagen ein iOS-Bugfix (iOS 27.0.1) für ein Problem mit Face ID erschien.

A close-up view of a hand holding a red iPhone with three camera lenses and a flash against a clear blue sky background.

Während internationale Reviews an dieser Stelle einen ausschweifenden Abschnitt über Siri AI einstreuen, lehne ich mich zurück. Allerdings unentspannt, weil ich „Siri AI in der EU“ erst einmal nicht sehe.

Dauerhaft tragbar erscheint mir der iOS-Fork für Europa allerdings auch nicht – selbst wenn dieser Bummer die derzeitige Realität darstellt. Und deshalb gilt wie immer: „Kaufe ein Gerät für das, was es heute kann – nicht für Funktionen, die irgendwann per Update kommen sollen.“

A person wearing a cap and sunglasses is holding a smartphone with both hands and taking a black and white photo of a staircase with balustrades and a glass-domed ceiling. The image on the phone screen shows the staircase and architectural details clearly.

Und trotzdem bleibt das Telefon der wichtigste „Personal Computer“. Es ist das Gerät, das alternativlos ist. Keiner denkt darüber nach, ob er sein iPhone (für eine Reise) einpackt oder ob er es heute einmal zu Hause lässt.

Ich beneide jeden, der in diesem Jahr von einem iPhone 14 oder 15 aufs Pro-18 wechselt. Es ist nicht einfach nur ein besseres Gadget, sondern ein Alltags-Upgrade. Das zeigte sich nicht nur an einem Wochenende in Neapel, sondern auch danach, wenn der Urlaub vorbei ist und man wieder nach Hause muss.

  1. Als Alternative zum Kinomodus empfehle ich in Apple Log zu filmen. LUTs und Farben sind oft der größere Unterschied fürs Bild als die Trennung zum Hintergrund. ↩
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PhoneBack – halbe Hülle, neues Anfassgefühl

30. September 2026 um 18:41

Nicht im ersten, nicht im zweiten, sondern erst im dritten Jahr sehe ich andere Hüllenanbieter, die das Konzept der PhoneBacks adaptieren. Die „halben Hüllen“ bleiben eine meiner Lieblingsideen für ein Case.

Damit fasst und fühlt sich die Rückseite neu an, wenn man sich an der Farbe sattgesehen oder am Aluminium sattgefasst hat. Es ist nämlich vollkommen legitim, sich für einen frischen Look & Feel ein neues Case zu leisten.

Die Magnete, die Süti hier integriert, bleiben enorm stark – inzwischen existiert sogar eine PopSocket-Edition. Wenn diese fürs 18er zum Verkaufsstart vorrätig gewesen wäre, hätte ich sie diesmal wahrscheinlich ausprobiert. Das Angebot fürs neue iPhone-Modell ist ohnehin noch limitiert; „Frosted Cold Foam“ gefällt mir mit Milchglas-Effekt allerdings ziemlich gut.

Diese Materialrückseite passt für mich zum neuen Burgunder; griffiger macht sie das Telefon aber nicht. Dafür muss man beispielsweise zu „Silicone“ greifen. Außerdem zu beachten: Je nach Telefongröße und Material kommen zwischen 40 und 50 g obendrauf.

Das Gewicht bringen natürlich auch klassische Rundum-Hüllen auf die Waage. Deshalb ist es für mich ein gigantischer Vorteil, die alternative Rückseite so mühelos auf- und wieder abzusatteln.

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„50 % in etwa 15 Minuten“ – diese Netzteile wollen die 18-Pro-Modelle

26. September 2026 um 13:05
A close-up photograph of a white power adapter resting on a wooden table in front of a window.

One of the recurring marketing blurbs from Apple was the claim “Up to 50% charge in around 15 minutes.” This line resonates because this strategy maps to how most humans construct their charging strategy: “Crap, I’ve got 5% charge and 15 minutes… am I screwed?”

Apple: No, you’re fine. You’ll have 50% charge in 15 minutes.

While that’s clear, the hardware recipe to get maximum charging is quite specific. The iPhone 18 Pro and Pro Max are the first iPhones to use Adjustable Voltage Supply, which is a spec from the USB Promoter Group. Simply put: the spec allows the phone to ask for the exact voltage it would like.

Rands in Repose

Diese Tabelle war mir bereits im März einen Link wert.

Für das 18-Pro-Max-Modell gelten aufgrund des Akkus nicht nur neue Versandvorschriften (mit einem cleveren Software-Kniff!), sondern auch schnellere Ladezeiten.

Die höchste Ladegeschwindigkeit bekommt man für beide 18er-Modelle mit Netzteilen, die sowohl USB Power Delivery 3.2 sowie eine anpassbare Spannungsversorgung („Adjustable Voltage Supply“) liefern.

AVS („Adjustable Voltage Supply“) ist der Nachfolger von PPS für USB-PD 3.1 und Leistungen bis 240 Watt. Hier lassen sich Spannungen, sofern unterstützt, mit bis zu 48 V flexibel einstellen. Gedacht war das ursprünglich vor allem für leistungsstarke Geräte wie Notebooks. Mit dem iPhone 18 Pro Max landet AVS nun aber erstmals im Smartphone-Bereich.

Techtest

Mit „AVS in SPR“ (Standard Power Range) laden die Neuen in 15 Minuten auf 50 Prozent und in 55 Minuten auf 100 Prozent – beim 17-Pro-Max waren es noch 81 Minuten. In der ersten Ladephase zieht das kleinere 18 Pro rund 40 bis 45 Watt, während das größere Pro Max die 50-Watt-Marke überschreitet.

Neben Apples „40W Dynamic Power Adapter mit 60W Max“ (Affiliate-Link) liefern diese Werte etwa auch Googles „Pixel Flex 67-W-Ladegerät“ (Affiliate-Link).

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Unboxing – das iPhone 18 Pro Max

19. September 2026 um 10:02

➝ YouTube

Mein Live-Unboxing, hier noch einmal hochauflösend fürs Archiv.

Das 18 Pro ist inzwischen frisch eingerichtet; zwei Stunden hat es diesmal gedauert. Es sind Kleinigkeiten wie das Setup der Wallet-Kreditkarten, die ausbremsen.

Den Prozess habe ich für mich über die Jahre allerdings weitgehend gestrafft – Bankkonten mit verkopften Anmeldeprozeduren sind abgestoßen. Meine Passwort- und Lizenz-Datenbanken sind aufgeräumt. „Passkeys all the way“ – zumindest überall dort, wo sie angeboten werden.

Und ja: Einmalcodes, die per Mail kommen, nerven – sogar ungemein. Allerdings hat der Anbieter dann nie ein Kennwort, das er verdödeln kann.

Was wirklich ärgert: Apples vorinstallierte iOS-Software. Diese Apps einzeln runterzuwerfen, fühlt sich wie eine kleine Ewigkeit an. Aber andersherum: Apps zum Download lassen sich flotter über Spotlight finden als im App Store.

Die meiste Zeit geht für persönliche Einstellungen drauf, die ich unbedingt ändere. Etwa die 4K-Videoaufnahmemodi, alle Anpassungen ans Teilenmenü oder dass etwa iMessages nach 30 Tagen automatisch gelöscht werden.

Allerdings sind es genau diese Einstellungen, durch die sich ein neues Telefon neu anfühlt. Welches alternative App-Icon? Wo platziert?

All das fühlt sich wie ein Umzug an, bei dem man seine Wohnung neu einrichtet – Wände streicht und Möbel rückt. Wie ein Herbstputz ist das anstrengend, aber auch sehr befriedigend.

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