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Normale Ansicht

Das Shure MV88 – bessere O-Töne über USB-C

28. Juni 2026 um 12:26

In einer normalen Umgebung ist jedes Mikrofon gut genug, und gleichzeitig kann Audio nicht gut genug sein.

Eine Hand hält ein kleines Shure-Mikrofon mit einem runden schwarzen Schaumstoff-Windschutz vor einem helltürkisfarbenen Swimmingpool.

Das Shure MV88 (Affiliate-Link) hilft mir seit einigen Wochen bei einem Audioprojekt – als signifikante Verbesserung fürs iPhone als tragbaren Field Recorder.

Für die Aufnahmen über Ferrite halte ich es – direkt per USB-C eingesteckt am iPhone – einige Zentimeter von meinem Mund entfernt. Die Einstellungen über MOTIV Audio merkt es sich, sodass man frei in der Software-Wahl für dieses USB-Interface ist.

Trotz Hardshell-Case passt es noch in den kleinsten Brustbeutel; allerdings kann eine Hülle diese Stecker-only-Konstruktion einschränken (bis zu einer Dicke von 2,1 mm geht’s noch).

Der Mikrofonkopf lässt sich drehen; aus den zwei Mikrofonkapseln (Niere und bidirektionale Kapsel) ergeben sich mehrere wählbare Richtcharakteristiken.

Diese Einstellungen merkt sich das Mikrofon und lässt sich nicht nur in verschiedenen Apps, sondern auch an kompatiblen USB-C-Kameras benutzen. Firmware-Updates ohne Mac – direkt am iPhone – sind außerdem löblich zu erwähnen.

Mit dem beigelegten Schaumstoff-Windschutz habe ich mich an einen Pool gesetzt und verschiedene Einstellungen ausprobiert – inklusive der eingebauten iPhone-Mikrofone sowie AirPods Pro. Alles unbearbeitet, direkt aus dem Mikrofon, in einer fürchterlichen Umgebung für jede Audioaufnahme.

Sitzt ihr einige Meter entfernt, ist ein kabelloses (Clip-on-)Mikrofon zweifellos besser. Stichwort: Nähe zum Mund.

Das MV88 ist aber explizit für bessere O-Ton-Aufnahmen in mobilen Setups ohne separate Stromversorgung eine Empfehlung – insbesondere wenn ihr eure Dateien im Anschluss nicht durch eine komplexe Nachbearbeitung schleifen wollt.

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Copy, Action, Paste

27. Juni 2026 um 11:17

Seit 50 Tagen liegt der Clipmunk-Shortcut für den Workaround einer Zwischenablage auf meinem Action-Button. Mit iOS 27 gestaltet sich das Einfügen vormals kopierter Texthäppchen noch bequemer, weil eure Buchstabensuppe als Vorschlag direkt oberhalb der Tastatur auftaucht und mit nur einem Fingerzeig eingefügt ist.

Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit einer QWERTZ-Tastatur und einer Vorschlagsleiste, die anbietet, Text aus dem Webbrowser einzufügen.

Eine Kleinigkeit, die jedes Mal ein paar Sekunden spart.

Es ist eines der besten neuen Features, das gerne auch dann auftauchen darf, wenn der Cursor nicht komplett alleinstehend im Textfeld sitzt – beispielsweise zwischen (runden) und [eckigen] Klammern. Oder noch besser: als dedizierte Keyboard-Taste, wie der Emoji-Button.

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#511 – meine iOS-Apps

26. Juni 2026 um 09:09

App-Voyeurismus: So wie im letzten Jahr blicken wir auch in diesem Sommer auf meinen Homescreen. Dabei überrascht mich regelmäßig, wie sich meine Nutzung dann doch innerhalb von nur zwölf Monaten verändert.

Hier das Intro der Episode:

Weiterlesen

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Nicht urlaubsreif: iOS fehlt ein echter Reisemodus

25. Juni 2026 um 12:43

iOS vermisst weiterhin das Äquivalent zu TripMode; der „Low Data Mode“ ist (für mich) nur ein unerwünschter Kompromiss. Wenn ich das iPhone benutze, soll es so online wie nur möglich sein – ungedrosselt.

Ein Smartphone-Einstellungsmenü für den Datenmodus mit den Optionen „Mehr Daten auf 5G erlauben“, „Standard“ und „Datensparmodus“, wobei „Mehr Daten auf 5G erlauben“ aktuell ausgewählt ist.

Zugegeben: Ich habe mich etwas gehen lassen und derzeit über 500 Apps installiert. Das macht es unmöglich, ihnen einzeln die Datenverbindung zu entziehen – insbesondere temporär.

So löscht man Apps bekanntlich schnell; tut man dies über die App-Bibliothek, merkt iOS hin und wieder die falsche App zum Löschen vor. Ein Bug, der seit immer (TM) besteht.

Eine Lösung ist das natürlich nicht. Einen echten Reisemodus würde man explizit aktivieren und dabei gleich einen festen Zeitraum vorgeben. Ab dann fragt Apples OS beim Start einer App nach der Erlaubnis zur mobilen Datennutzung und gibt gelegentlich einen Zwischenbericht.

Man kann ein solches Feature bewusst einfach halten und, statt einzugreifen, lediglich transparent einen Überblick geben – alle Einzelteile liegen dafür schon jetzt vor.

„Über Daten spricht man nicht, Daten hat man.“ Mein tägliches Budget für diesen Urlaub beträgt 6 GB. Trotzdem wäre es eine so naheliegende Funktion, dass ich mich wundere, warum Apple sie beispielsweise nicht schon mit den eSIM-only-iPhones eingeführt hat.

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Left – verbleibende Zeit sichtbar gemacht

24. Juni 2026 um 15:42

Sich (verbleibende) Zeit zu visualisieren, hat immer ein morbides Geschmäckle. Left ist da keine Ausnahme, stiftet andererseits aber auch (Vor-)Freude.

Seit 1.750 Tagen warten wir etwa offiziell (!) auf dieses eine Spiel von Rockstar Games – zehn Prozent der Wartezeit stehen noch aus …

Drei Screenshots einer mobilen Anwendung auf einem Smartphone zeigen eine Raster-Fortschrittsanzeige, einen detaillierten Countdown-Timer für ein bevorstehendes Ereignis mit Kalenderansicht sowie ein tägliches Dashboard mit Wetterinformationen, Aktivitätstracking und Aufgabenlisten.

Neben Countdown-Widgets ist es ein Mini-Tagesplaner sowie ein Routinen-Tracker – wobei die iOS-only-App nochmals zwischen Erfolgsserie und Gewohnheit unterscheidet. Rechenschaft über einzelne Ziele könnt ihr sogar gegenüber Freund:innen ablegen, indem ihr sie einladet, Einblick zu erhalten.

Enorm viel Visualisierung zieht Left in Form von Widgets auf den Homescreen – allein eine Watch-App fehlt mir.

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Die iCloud-Fotomediathek geteilt – und wieder getrennt

23. Juni 2026 um 21:23

Von Apples geteilter iCloud-Fotomediathek hört man auch im vierten Jahr wenig. Das ist ein gutes Zeichen. Das Feature fällt durch Unauffälligkeit auf; es scheint in seinem abgesteckten Umfang zu funktionieren.

Zwei Smartphones zeigen Apple iOS-Einrichtungsbildschirme für eine geteilte Fotomediathek. Der linke Bildschirm zeigt Optionen zum Verschieben von Fotos und Videos in die Mediathek. Der rechte Bildschirm zeigt einen Einladungsbildschirm mit dem Profilbild eines Teilnehmers sowie Optionen zum Teilen des Zugriffs per Nachricht oder Link.

Für uns habe ich sie jedoch wieder abgedreht; wir haben sie nie wirklich genutzt. Ich empfand es im besten Fall irritierend, dort fremde Bilder zu sehen – selbst wenn es keine unbekannten Fotos sind.

Der ausschlaggebende Grund war jedoch die Bedienlogik: Es ist schlicht zu leicht, versehentlich Bilder in die gemeinsame Sammlung zu stecken. Den Button „Geteilte Mediathek“ in der Kamera drückt man gerne aus Versehen; deaktiviert man ihn, wird garantiert nie ein Foto geteilt.

Auch der Foto-Import von einer SD-Karte auf einem iPad kitzelt jedes Mal die Nerven: Dort ist es nicht einmal ein Button, sondern ein viel zu kleines Textlabel. Trifft man es nicht, landet der Import meiner Fotos fürs Blog bei der Familie.

Die Trennung verlief jedoch vorbildlich – mit der Entscheidung, ob man die geteilten oder lediglich die eigenen Fotos/Videos behalten möchte.

Wenn iOS 27 die Begrenzungen für geteilte Alben lockert – insbesondere in Bezug auf die Auflösung –, wird das bei uns sicherlich ein noch beliebterer Weg eigene Fotos untereinander auszutauschen – ohne sich gleich auf eine gemeinsame Fotosammlung einzulassen.

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Wenns draußen zu heiß ist: Spaziergänge und Radrouten vor dem iPad

22. Juni 2026 um 19:57
Ein Tablet, das auf dem Bedienfeld eines Laufbands montiert ist und eine virtuelle Wanderroute vom Pantheon zum Eiffelturm in Paris innerhalb einer Fitness-App anzeigt.

I have a $30 stationary bike that I got at Goodwill and I have an old Android tablet stuck to it, but I don’t have a Peloton membership. Nor do I have the interest to ride 80 miles to the beach. So I made https://PedalScape.com. It’s a local PWA, no backend at all, no tracking, just 4k bike rides.

Scott Hanselman

Und für Laufbänder: BeltScape.com

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„Jump to Jump Desktop“

21. Juni 2026 um 07:00

Pünktlich zur (Sommerferien-)Reisezeit funktioniert mein Fernzugriff wieder.

Jump Desktop zeigt sich dafür nicht annähernd so herausgeputzt wie Screens, ist mit seinem proprietären Fluid-Protokoll jedoch good old VNC weitaus überlegen.

Nahaufnahme einer weißen Tastatur, die mit einem Tablet oder Laptop verbunden ist, wobei auf dem Bildschirm eine Taskleiste mit mehreren bunten Anwendungssymbolen zu sehen ist.

Fluid is our next generation remote desktop protocol designed for very high performance screen sharing. Fluid can share your screen at 60fps while using only 1/10th of the bandwidth when compared to traditional protocols like RDP and VNC.

Für „Fluid 2.0“ fragt ihr hier nach einer Einladung für die aktiv entwickelte TestFlight-Beta.

Neben der Performance gefällt mir die fürs iPad anpassbare Bildschirmauflösung. Für mich funktionieren 2420 × 1668 px auf einem 11“-iPad. Es ist kompakt, aber scharf genug und füllt nahezu den gesamten Screen.

Obendrein vertauscht Jumpdesktop die Command- und die Optionstaste – etwa für Spotlight oder „Alt-Tab“.

Enttäuschend bleibt, dass Apple seine eigene Bildschirmfreigabe weiterhin auf Verbindungen zwischen Macs beschränkt – ganz zu schweigen vom High-Performance-Sharing.

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Kurzbefehle exportieren (fehlt)

20. Juni 2026 um 15:31
Ein Tablet in einer weißen Tastaturhülle steht auf einem Schreibtisch und zeigt das Apple-Logo auf einem schwarzen Bildschirm. Ein Ladekabel ist mit dem Gerät verbunden, das neben einem Laptop vor einem sonnigen Fenster mit Spitzengardinen steht.

Downgrade auf iPadOS 26: Mein Problem mit der ersten Beta von iPadOS 27 war weder die Stabilität noch die Performance, sondern eine Unzuverlässigkeit bei der „Back-to-the-Mac“-Verbindung. Dabei hilft es nicht, wenn App-Store-Apps offiziell keine Updates für Änderungen der kommenden Apple-Betriebssysteme einreichen dürfen – auch wenn ich natürlich verstehe, warum das so ist.

Ein Downgrade ist easy: Stöpselt euch an einen Mac, bootet in den Wiederherstellungsmodus, ladet auf dem Mac das aktuelle iPadOS herunter (zirka 10 GB) und startet 15 Minuten später frisch durch.

Erfüllt ihr diese Voraussetzungen, ist das – unter Anbetracht der kompletten Rollerückwärts aus einer Beta – ernsthaft kinderleicht.

Ein Computerbildschirm zeigt ein Dateimanager-Fenster mit einem Darstellungsfehler, bei dem mehrere identische Fenster übereinander gestapelt sind.

Bei der Neuinstallation verschluckte sich bei mir jedoch die Shortcuts-Bibliothek, deren SQLite-Datenbank ich mit einem Time-Machine-Backup aus ~/Library/Shortcuts/ kratzen musste.

„Sync ist kein Backup“ – trotzdem erwarte ich mehr Cleverness.

Fünf Computer halten die Datenbank mit rund 90 Kurzbefehlen bei mir vor. Wenn ein (neues) Gerät per iCloud dazustößt, könnte man mindestens eine Nachfrage stellen, bevor es alle Kurzbefehle löscht und diese Änderung an alle anderen Computer verteilt.

Ganz zu schweigen von einem nachvollziehbaren Backupsystem, das eure Kurzbefehle nicht ausschließlich in einer Datenbank versteckt. Selbst beim manuellen Export bekommt man Steine in den Weg gelegt: Nur ein einziger Kurzbefehl lässt sich am Mac auswählen und in einen Ordner exportieren. Selektiert man zwei (!) Shortcuts, darf man bereits nicht mehr exportieren.

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Mit Liquid Glass und einer Command Palette: iA Writer 8

18. Juni 2026 um 13:08

Auch wenn die Aufmerksamkeit von Version 8 sicherlich auf Apples Designsprache fällt: Die pfeilschnelle „Command Palette“ ist mein absolutes Lieblingsfeature. Die Befehlspalette sorgt dafür, dass ich die Finger noch seltener von der Tastatur nehme, um Formatierungs- und Exportfunktionen aufzurufen.

An iPhone with a copper-colored frame displays the iA Presenter app, showing an open document titled "# 472 - iA Presenter" and a contextual menu. The phone is positioned over an open book with printed text, suggesting a reading or writing environment.

iA Writer already contains many powerful features. Finding them can sometimes take longer than using them. To access it on iOS and iPadOS, tap the command icon. On macOS, you can use the shortcut ⇧ ⌘ P. Then simply type what you need and press Return.

„Search to Navigate“

Notiz an mich selbst: Ich schreibe zu selten über und mit iA Writer.

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Zuverlässig eine Woche nach der Keynote …

16. Juni 2026 um 23:57

… ist WWDC-Hangover.

Apples mediale Bubble benötigt jedes Jahr exakt eine Woche, um wieder runterzukommen. Nach sieben Tagen im Nachrichtensturm läuten Artikel wie „When will Apple release iOS XX?“, „Here’s everything new in XX“ oder „iPhone XX launching in three months with these XX features“ den Sommer ein.

Ein Sommerloch – eine nachrichtenarme Auszeit – hatten wir in den letzten sechs Jahren aber quasi nie; es wurde einfach durchmarschiert. Trotzdem nimmt die aktive Aufmerksamkeit für Apples Beta-Betriebssysteme natürlich signifikant ab.

Mich fasziniert dieser erkennbare Bruch zwischen a) handfesten und offiziellen Neuigkeiten sowie b) dem oft spekulativen Tagesgeschäft („Siri AI hints at new iPhone 18 Pro design change“). Eins davon ist wesentlich spannender als das andere.

Selbst für tatsächlich interessierte Personen sind spätestens eine Woche nach der Keynote alle relevanten Nachrichten erst einmal erzählt – was absolut nachvollziehbar ist. Man muss schon zu tief drinstecken oder es seine Arbeit nennen, wenn’s einen dann noch weiter beschäftigt …

Aber genau das tut es. Nach den Flaggschiff-Funktionen kommen jetzt die „Kleinigkeiten“ – die den Alltag oftmals viel stärker prägen.

Ein Social-Media-Beitrag, der ein App-Icon von „iOS 26“ mit einer eher texturierten Optik mit einem „iOS 27“-Icon vergleicht, das ein neues „Liquid Glass“-Material zeigt. Neben den Icons befindet sich ein Einstellungsmenü mit der Bezeichnung „Liquid Glass“, das Schieberegler und Schalter für Lichtreflexionen, Weichzeichnung, Lichtbrechung und Transparenz enthält.
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„Is Apple TV the new HBO?“

15. Juni 2026 um 18:55

Apple TV Really is the New (Old) HBO — From a quality-perspective, I’ve been saying this for years at this point, but Janko Roettgers‘ point here is a slightly different one: that Apple TV is relying on a few tentpole shows to drive their subscriptions and word-of-mouth, just like HBO used to do in the days of cable. But streaming has obviously changed everything, and as a result, Apple TV remains a non-player to the point of still not showing up on overall charts despite some of their high-profile content.

Janko Roettgers | Lowpass | M.G. Siegler | Spyglass

Während HBO seinerzeit „It’s not TV!“ proklamierte, scheint Apple heute zu sagen: „It’s not streaming!“

Was (weiterhin) fehlt: Marketing. Sie bekommen es nicht hin, frische Hits wie „Widow’s Bay“ ins Rampenlicht zu stellen. Pluribus war vielleicht die erste Ausnahme, die direkt zur Staffel 1 auch entsprechend beworben wurde.

Der Erfolg von Severance, Ted Lasso und Co. schien dagegen für sie selbst eine Überraschung und blieb auch lange nach dem Release ohne (Werbe-)Reaktion.

A smartphone displays the first episode of 'Cape Fear' with a woman running in front of a menacing red-eyed background. The phone's screen shows time, signal, and navigation buttons, indicating an active streaming interface.

Wir wissen nicht, was Apple für Apple TV als Erfolg definiert. Ohne werbefinanzierte Preisstufe und nur mit kleinem Katalog kann es gut sein, dass Prestige, Cross-Promotion (zu Live-Sport) und ein gutes Argument fürs Servicegeschäft weitgehend die internen Erwartungen erfüllen.

Bislang limitiert die eingeschränkte Reichweite scheinbar nicht den Zugang zu Talenten und guten Skripten. Slow Horses, Silo, Your Friends & Neighbors sowie Margo’s Got Money Troubles sind ausnahmslos hochkarätig (besetzt) – nur erreicht Apple damit nicht annähernd eine Publikumsgröße wie Netflix oder Disney.

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Still – für Audiobooks in Audiobookshelf

14. Juni 2026 um 19:25

Meine Urlaubszeit soll dieses Jahr verstärkt Hörbücher einschließen – erstellt mit AudioBo, gelagert auf einem Audiobookshelf-Server und konsumiert mit Still.

A iPad screen displays the audiobook 'Steve Jobs in Exile' by Geoffrey Cain, with a 'Continue' button visible. The background wallpaper features the Golden Gate Bridge against a vibrant blue and pink sky.

Ich plane, dort weder EPUBs oder Podcasts abzulegen, aber Still würde sie mir vorsetzen.

Ich beobachte den Player bereits länger. Mit Watch-Support, CarPlay und mehr Anpassungen fürs iPad verdient er aber noch einmal mehr Wertschätzung – abseits der 7 Euro, mit denen man seine Anerkennung auch ausdrückt.

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AI ≠ AI

11. Juni 2026 um 15:22

From a pure AI perspective, nothing Apple showcased during their WWDC keynote yesterday was particularly groundbreaking. In fact, much of it featured capabilities long since available in other AI tools and services – in some cases, years ago. And guess what? That doesn’t matter. Based on what we saw yesterday, Apple is set to win in AI. At least from a consumer perspective.

M.G. Siegler | „Apple Wins Consumer AI By Default“

Siri AI landet mitten in eine Aufspaltung, die sich schon länger abzeichnet: die Unterscheidung zwischen „Consumer AI“ und „Business AI“.

Endkonsumenten zahlen nicht für Produktivität; anders als Firmen. Auch deshalb verschieben OpenAI und Anthropic ihre Prioritäten auf agentische Workflows. Der klassische Chat-Bot ist kein Geschäft mehr für sie.

Alleinstellungsmerkmal von Siri AI ist der persönliche Kontext, allerdings auch die bewusste Beteiligung und Einbindung der besagten Person.

Leute lieben es etwa, einzukaufen oder die Vorfreude auf eine (Urlaubs-)Entscheidung. Es ist nicht ausschließlich das Misstrauen, ob der Bot die richtige Wahl trifft, sondern der explizite Wunsch, mitzuwirken.

AI, die dabei unter die Arme greift, muss keinesfalls das allerletzte High-End-Modell sein. „Reasoning at Flash-level latency and scale“ wie Gemini 3.5 Flash ist dafür oft mehr als ausreichend. Insbesondere, weil Siri AI vorerst exklusiv auf Systemebene arbeitet und allein durch den Zugriff auf den persönlichen Suchindex mögliche Halluzinationen deutlich minimiert.

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Gedanken zur Keynote der WWDC 2026

09. Juni 2026 um 11:01

„Was hat AI jemals für uns getan?“

„Easy. Mehr Arbeitsspeicher in Apples Computern seit 2024 und ein Snow-Leopard-Release1 im Jahr 2027!“

Für uns Europäer ist der Fokus aufs Bugfixing und die Performance sogar noch viel zentraler: Ein Drittel der gestrigen Keynote betrifft uns vorerst nicht.

Ein Drittel? Die Quantifizierung ergibt sich für mich aus der komplett umgekrempelten Keynote-Struktur.

A slide displays three bullet points: 'Platform improvements', 'Trust and safety', and 'Apple Intelligence and Siri'. The text is black on a plain gray background, indicating an overview of Apple's software updates.

Ich empfand es als äußerst zeitgemäß, die Betriebssysteme nicht mehr zu trennen, sondern Überschneidungen vorauszusetzen und gewisse Unterscheidungen herauszuarbeiten.

„Platform improvements – no notes!“

Wie zahlreich die kleinen „Quality of life“-Verbesserungen im Alltag ausfallen, zeigt sich im Sommer. Mit den ersten Betas auf meinen Geräten fühlt sich der von Apple betonte Geschwindigkeitsgewinn aber schon jetzt substanziell an.

A dense list of new features for iOS 18, including improvements to apps, performance, accessibility, and user interface elements. The text is presented in a grid format with multiple columns, highlighting various enhancements across different Apple devices.

Woher die Motivation für „Trust and Safety“ kam, erschließt sich mir nicht – insbesondere weil’s ein langatmiges und verhältnismäßig theoretisches Screen-Time-Segment war.

Und warum die Konzentration auf Kids? Prädestiniert für eine Screen-Time-Überwachung sind Erwachsene – „The kids are all right“.

Überhaupt fehlten mir Nuancen für alle Menschen, die durch eine solche Kontrolle speziell verwundbar sind. Und Erziehung lässt sich nicht outsourcen.

A grid of feature tiles showcasing Apple Intelligence capabilities across various apps and services. Each tile displays an icon, title, and brief description highlighting AI-enhanced functionalities.

Siri AI meistert jetzt Weltwissen und zeigt erste agentische Ansätze. Das ist hilfreich, um etwa Fragen zu Bildschirminhalten abzuwerfen, mitunter ein paar Klicks bei der Informationssuche zu sparen oder bei der Erstellung von Content zu helfen.

Die Integration und die Möglichkeit, unterschiedliche Daten zusammenzuziehen, in einen „personal context“ zu stellen, ist der eigentliche Mehrwert; alleinstehende Apps existieren für alle gestern gezeigten Demos – in besserer Form. Das sind dann jedoch weitgehend abgekoppelte Datentöpfe.

Und das macht den Nicht-EU-Start von Siri AI auf iOS und iPadOS so frustrierend: Siri AI scheint tief in die Struktur der Betriebssysteme eingeflochten, nicht nur aufgesetzt. Die Trennlinien sind so unscharf, dass ich im Moment nicht einmal wüsste, auf welche Features wir genau verzichten müssen.

Es fehlt nicht mehr nur „iPhone Mirroring“; das gesamte OS fühlt sich zurückgelassen an – unabhängig davon, auf welchen Geräten welche AI überhaupt funktioniert und wie intensiv man das tatsächlich benutzt (weil’s AI-typisch einige fragwürdige Grenzen übertritt).

A man in a dark polo shirt is holding an iPhone and smiling as he interacts with the device. The close-up of the phone's screen shows a message being processed by Siri, indicating it’s working on sending a group chat message.

Schlussnotiz: Ich fand es bemerkenswert, dass es keinen Schnitt im Video oder verkürzte Darstellungen bei den Demos für Siri AI gab.

Das ließ die Präsentation in diesen Minuten superzäh wirken, ist dieser Tage aber sicherlich notwendig, um deren Authentizität und Machbarkeit hervorzuheben. Trotzdem muss es Apple arg aufgestoßen sein, so derartig die Luft und das Tempo rauszunehmen.

  1. „The myth and reality of Mac OS X Snow Leopard revisited“ ↩
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