Ignorieren wir den „Hand strap“ für die QuickTake 200, dann sind der iPod touch Loop sowie die Remote Loop die einzigen Bänder fürs Handgelenk aus Apples 50-jähriger Geschichte – zumindest bis letzte Woche.
Apples neues Handgelenk Band befestigt man an einer separaten iPhone-Hülle oder etwa direkt am AirPods-Case1. Es orientiert sich am Design des Crossbody Straps aus dem letzten Jahr.
Ich wette, Apples Marge für das 30-Euro-Bändchen stimmt. Trotzdem bleibt der flache Knopf am eng gewebten Garn mit integrierten Magneten erstaunlich nett.
Meine einzige Kritik: Es ist eine relativ dauerhafte Befestigung. Die Handschlaufe lässt sich einfach lösen, die Befestigungsschlaufen fummelt man aber nur mit etwas Aufwand wieder raus.
Als Apple im Jahr 2022 die Öse am Kopfhörer-Case einführte, überließ der Konzern den Zubehörverkauf anderen Herstellern so wie Incase.
Kein Autofahrer (mehr), aber eine Dashcam installiert: Genau mein Humor!
Die A810 Lite (Affiliate-Link) besteht aus einer Front- und Rückkamera. Beide sind über ein Kabel verbunden, das ich erfolgreich durch den Dachhimmel zog. Mit einem langen (Zoll-)Stock und einem zusätzlichen Paar Händen mussten wir lediglich 20 Minuten unter der Verkleidung herumstochern.
Wenn ihr so gar kein Händchen fürs Handwerkliche habt, ist die Installation einer Dashcam der perfekte Ego-Boost: Sie funktioniert eigentlich immer, selbst wenn man sich ungeschickt anstellt.
Die zwei abgeknickten und unterschiedlich großen USB-C-Stecker führen die Kabel auf kurzem Weg von der Kamera unter die besagte Autodecke. Eine solche Port-Positionierung bietet sich an – ist wahrscheinlich ohnehin gängig – aber ich fand’s trotzdem clever.
Strom kommt aus dem Zigarettenanzünder, nee aus der Kfz-Steckdose. Auch dieser Kabelweg war für jemanden, der bislang noch nie in die dafür versteckten Ecken und Abdeckungen von Autos geschaut hat, easy zu erreichen.
So filmt die Kamera nun während der Fahrt fortlaufend nach vorne und hinten. Auf das separate 4G-Modul für eine Parküberwachung habe ich bewusst verzichtet. Eine dauerhafte GPS-Ortung hätte mich interessiert, aber bereits der Name „Hardwire Kit“ schreckte mich ab.
Außerdem filmt keine Kamera in den Innenraum des Fahrzeuges – etwa um zu beweisen, dass ich nach vorne geschaut habe und die Hände am Lenkrad hatte. Nicht praktisch, aber theoretisch könnte man die Rückkamera dafür benutzen, weil sie sich um 360° dreht.
Eingeschobene Info: Ich war ausschließlich an der Technik sowie der App-Verknüpfung einer modernen Dashcam interessiert, weil’s ja durchaus ein verbreitetes Gerät ist. Ich verspreche mir davon keine Vorteile bei der Unfalluntersuchung und hoffe auch niemals damit über Versicherungsansprüche streiten zu müssen. Bin auch kein Anwalt, aber zumindest ist in Finnland die Benutzung solcher Kameras auf öffentlichen Straßen generell erlaubt.
Die Aufzeichnungen sowie eine Live-View sind über die 70mai-App abzurufen. Dazu baut das Telefon eine Wi-Fi-Verbindung auf. Das führt nur dann zu Problemen, wenn bereits eine kabellose CarPlay-Übertragung besteht: Euer iPhone kann nachvollziehbar nicht gleichzeitig in beiden Wi-Fi-Netzen funken.
Bemerkenswert ist, wie schnell und mühelos ich an die festgehaltenen Clips respektive das Live-Bild gelange. Auch die Übertragung der hochauflösenden Aufnahmen ist schnell – verdammt schnell.
Durch den starken 140°-Weitwinkel wirken Objekte allerdings so viel weiter entfernt, als sie eigentlich sind. Ihr solltet diese zwei Kameras wirklich nie als Einparkhilfe benutzen.
Zugegeben: Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Die gestreckte Perspektive zeichnet mit großem Spielraum auf, was vor und hinter eurem Auto passiert. Selbst bei Nacht sind die Aufnahmen zu gebrauchen und insgesamt viel besser, als ich das jemals für 100 EUR erwartet hätte.
Die Marketingversprechen von 4K und HDR sind jedoch als genau das abzuhaken: Marketingversprechen. Ihr knipst hier nicht die schönsten Autobahnabschnitte. Die Clips sind jedoch ausreichend hochauflösend, um die Aufgabe der Kamera zu erfüllen. Alles bleibt leserlich; alles wird deutlich im Bild eingefangen.
Noch sind hier Sommerferien; noch stehen ein paar kleinere Autotouren an. Bei etwas heftigerem Bremsen sind bereits „Notfallaufzeichnungen“ festgehalten worden. Das ist mir jedoch ziemlich egal: Die SD-Karte spielt sich automatisch voll und überschreibt sich danach selbst mit neuen Aufzeichnungen.
Die Kamera ist bemerkenswert klein und verschwindet fast komplett hinter dem Rückspiegel. Nicht näher bezeichnete Familienmitglieder auf dem Beifahrersitz hatten sie zuerst gar nicht bemerkt.
Der „Connection-“ und der „Installation Guide“ geben einen realistischen Blick auf die sehr flotte Kaltstartzeit sowie die kompakte Größe.
Sprachbefehle funktionieren erstaunlich zuverlässig und ohne Aktivierungswort. „Lock the video“ hält eine der besagten „Notfallaufzeichnungen“ fest und erspart den Griff zu den Knöpfen auf der Unterseite der Kamera.
Für besagte 100Euro steckt in der A810 Lite überraschend viel Technik, die man nach der Installation vergisst. Diese Unauffälligkeit schätze ich. Die iOS-App ist rudimentär, punktet aber mit flottem Zugriff, der mich äußerst positiv überrascht hat.
Mein Haus, mein Auto, mein Boot: „What’s in my Bag“-Videos haftet immer eine Spur der Angeberei an. Ich versuche, den „Schau her, was ich mir alles leisten kann“-Eindruck mit einem realistischen Blick in meinen Rucksack zu vermeiden.
Ohne den allroundo eco abwerten zu wollen: Das ist eine nahezu perfekte Kabeltrommel als Backup-Charging-Set, das niemals eure Arbeitstasche verlassen sollte.
Aus Lüneburg von Vonmählen: Für 17 EUR (Affiliate-Link) ist es ein immer passendes Geschenk. Dem USB-C-Spiralkabel (90 cm) liegen Adapter für USB-A, Micro-USB und Lightning bei, die im Notfall auch mal Daten übertragen – für den familiären Gerätezoo.
Einzig das Plastik-Etui gefällt mir nicht; auf eine Nylon-Hardshell-Box mit Magnet- oder Reißverschluss könnte man sich auch unabsichtlich mal draufsetzen.
Fluglinien schränken die Verwendung von Powerbanks mittlerweile stark ein; Norwegian verbot uns heute die Benutzung aller mobilen Akkupacks.
Das Stromteilen zwischen Computern – wobei diese dann quasi in die Rolle einer Powerbank schlüpfen – war jedoch explizit erlaubt.
Kabellos funktioniert das bei Apple nicht, sondern benötigt ein USB-C-auf-USB-C-Kabel respektive ein USB-C-auf-Lightning-Kabel. Das funktioniert seit 2018 mit iPads beziehungsweise seit dem iPhone 15.
Obwohl andere Hersteller komplett kabelfrei eine Stromübergabe ermöglichen, finde ich Apples Beschränkung aufs Kabel verständlich: Rückseite an Rückseite ist höchst ineffizient.
Du möchtest dein iPhone, ein anderes iPad, deine Apple Watch oder ein USB-Gerät eines Drittanbieters aufladen, aber es befindet sich keine Steckdose in der Nähe? Verbinde einfach das richtige Kabel oder den richtigen Adapter mit dem iPad, damit auch andere Geräte von der langlebigen Batterie des iPad profitieren.
Mir fehlt jedoch die Apple-artige Umsetzung. Wo ist eine Anzeige über den Ladevorgang am Spendergerät? Wo ist eine zeitliche Prognose, wann der Ladestand von beispielsweise 20 Prozent erreicht ist? Und wie viel Akku verbleibt dann noch im akkugebenden Gerät?
Selbst die Laderichtung besitzt keine Auswahlmöglichkeit. Faustregel: Zuerst wird das Gerät mit dem niedrigeren Ladestand versorgt – obwohl man das ja vielleicht nicht immer wünscht.
Die Software-Seite dieser Funktion scheint seit Jahren niemand mehr angeschaut zu haben. Es erinnert mich an die Hotspot-Funktionalität: ein persönliches Alltime-Alltags-Highlight, das jedoch erst Jahre nach seinem initialen Release eine Handvoll Basiserweiterungen erhielt.
In einer normalen Umgebung ist jedes Mikrofon gut genug, und gleichzeitig kann Audio nicht gut genug sein.
Das Shure MV88 (Affiliate-Link) hilft mir seit einigen Wochen bei einem Audioprojekt – als signifikante Verbesserung fürs iPhone als tragbaren Field Recorder.
Für die Aufnahmen über Ferrite halte ich es – direkt per USB-C eingesteckt am iPhone – einige Zentimeter von meinem Mund entfernt. Die Einstellungen über MOTIV Audio merkt es sich, sodass man frei in der Software-Wahl für dieses USB-Interface ist.
Trotz Hardshell-Case passt es noch in den kleinsten Brustbeutel; allerdings kann eine Hülle diese Stecker-only-Konstruktion einschränken (bis zu einer Dicke von 2,1 mm geht’s noch).
Der Mikrofonkopf lässt sich drehen; aus den zwei Mikrofonkapseln (Niere und bidirektionale Kapsel) ergeben sich mehrere wählbare Richtcharakteristiken.
Diese Einstellungen merkt sich das Mikrofon und lässt sich nicht nur in verschiedenen Apps, sondern auch an kompatiblen USB-C-Kameras benutzen. Firmware-Updates ohne Mac – direkt am iPhone – sind außerdem löblich zu erwähnen.
Mit dem beigelegten Schaumstoff-Windschutz habe ich mich an einen Pool gesetzt und verschiedene Einstellungen ausprobiert – inklusive der eingebauten iPhone-Mikrofone sowie AirPods Pro. Alles unbearbeitet, direkt aus dem Mikrofon, in einer fürchterlichen Umgebung für jede Audioaufnahme.
Sitzt ihr einige Meter entfernt, ist ein kabelloses (Clip-on-)Mikrofon zweifellos besser. Stichwort: Nähe zum Mund.
Das MV88 ist aber explizit für bessere O-Ton-Aufnahmen in mobilen Setups ohne separate Stromversorgung eine Empfehlung – insbesondere wenn ihr eure Dateien im Anschluss nicht durch eine komplexe Nachbearbeitung schleifen wollt.
Diese Änderung scheint auf Apples neueres USB-C-Zubehör beschränkt. An meinem Magic Trackpad und Magic Keyboard mit Lightning-Port muss vorher einmalig die Bluetooth-Verbindung autorisiert sein. Ist das jedoch geschehen, verbindet sich anschließend das iPhone/iPad sowohl kabellos als auch kabelgebunden mit den Eingabegeräten.
Mangels eines „Magic“-USB-C-Zubehörs kann ich die Neuerung mit dem Update auf 26.5 nicht nachvollziehen. Die Unterscheidung wirkt aber mindestens sonderbar, weil man sich auf macOS auch bei USB-C-auf-Lightning-Accessoires nicht um das Bluetooth-Pairing kümmern muss. Man steckt das externe Zubehör ein, anschließend ab und bleibt trotzdem verbunden – dafür muss ich nie ins Bluetooth-Setup.
Ein jedoch (für mich) größeres Problem bleibt: Das über Bluetooth verbundene Hardware-Keyboard lässt sich nicht ohne Umweg in die Einstellungen auswerfen – wenn man etwa auf die Stift- und Touch-Eingabe wechselt. Bleibe ich in Bluetooth-Reichweite, ist der Wechsel auf die Software-Tastatur oft nur umständlich oder (je nach App) gar nicht möglich.