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Tausche iPad (256 GB) gegen iPad (64 GB)

17. August 2026 um 22:47

Das M1 iPad Air war im Jahr 2022 ein fantastischer Deal – insbesondere für den Preis in seiner Basisausstattung. Allerdings verfügte diese Version lediglich über 64 GB und das Upgrade auf 256 GB kostete unverhältnismäßige 170 EUR.

Meine Ma folgte meinem (!) damaligen Rat und ließ Sparsamkeit gewinnen. Heute fliegt uns der damalige Geiz um die Ohren.

Allerdings haben wir den knappen Speicherplatz kaum selbst verschuldet: iCloud-Fotos belegen trotz „Speicher optimieren“ dauerhaft über 10 GB – ohne eine dokumentierte Chance, diese Reservierung zu begrenzen. Sich komplett vom Fotozugriff zu trennen, ist keine Option: Dieses iPad ist ihr einziger Computer.

Zweiter Übeltäter: iPadOS-Updates in ähnlich großen Dimensionen, die zuerst heruntergeladen und vor der Installation zusätzlich noch entpackt werden wollen. Je nach OS-Aktualisierung will man dafür fünfzehn Gigabyte in petto haben – mal mehr, mal weniger. Wobei „mehr“ immer zu bevorzugen ist.

Obendrein benötigen Apples Betriebssysteme nämlich ein wenig Luft zum Atmen: unter zwanzig Gigabyte freien Speicherplatz will man meiner eigenen Erfahrung nach nicht rutschen. Mit weniger Spielraum streiken Funktionen; dort hört der Spaß auf.

Also wurde getan, was jeder Sohn tun würde: Ich tauschte mein M1 iPad Air der fünften Generation mit 256 GB gegen das identische 64-GB-Modell meiner Ma – schlicht deshalb, weil’s nicht mein einziges iPad ist (und ich das Ärgernis etwas einfacher mitigieren kann).

Diese Geschichte aus dem familiären Tech-Support endet mit der direkten Datenübertragung von iPad zu iPad. Allerdings schlug sie zuerst fehl, weil das 64-GB-Modell nicht genug freien Speicher hatte, um das letzte iPadOS-Update zu installieren …

Ein iPad mit angeschlossener Tastatur zeigt auf dem Bildschirm eine Fehlermeldung, die besagt, dass die Datenübertragung aufgrund einer unterbrochenen Verbindung nicht abgeschlossen werden konnte, inklusive einer Schaltfläche zum Zurücksetzen.
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„Google (Again) Brings a Comedian to a Tech Keynote“

16. August 2026 um 21:24

On the plus side, it wasn’t as bad as last year. On the minus side, it was still pretty bad.

M.G. Siegler

I disagree. Trevor Noah war absolut „chill“; Trevor Noah ist nicht das Problem.

Egal ob Apple, Samsung, OpenAI oder Google: Alle produzieren inzwischen lupenreine Infomercials – lediglich unterschiedlich verpackt.

Ob man auf solchen Events oder über Influencer:innen von neuen Produkten erfährt, ist inzwischen austauschbar; eine tatsächlich kritische Auseinandersetzung folgt ohnehin erst viel später.

Ich kann Werbeveranstaltungen mit Celebrities, wie in dieser Woche bei Google, wenig abgewinnen, quäle mich aber andererseits auch nicht durch Live-Coding-Sessions auf OpenAI-Keynotes.

Apples Hochglanz-Spots fehlt inzwischen der Glanz und das Neue aus den Anfangszeiten. Mit schnellen Cuts schätze ich dort jedoch weiterhin die komprimierte Informationsvermittlung.

Eine Rückkehr zu früheren Live-Präsentationen erscheint mir für Apple weiterhin unrealistisch. Sie mögen ihr fehlerfreies Format, auch wenn sie sich die Möglichkeit offenhalten, in einem kleineren Rahmen persönlich auf Bühnen zu treten.

Verklärte Vergangenheit: Die Rufe nach Live-Präsentationen vergessen, wie zäh selbst einige Steve-Jobs-Keynotes waren – insbesondere die Demos. Andererseits fehlt genau dieser Steve Jobs, der selbst eine Werbeveranstaltung zum Samstagabendprogramm machen konnte.

Aber genau wie das Samstagabendprogramm haben auch Tech-Keynotes heute nicht mehr diesen Stellenwert.

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„Who’s Afraid of Chinese Models?“

26. Juli 2026 um 16:17

Open-Weight-KI-Modelle bleiben teuer: Auch nach dem Training kostet jede einzelne Inferenz entsprechenden Rechenaufwand.

Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine Liste von KI-Modellen innerhalb einer Weboberfläche. Der Tab "Models" ist ausgewählt. Abschnitte umfassen "Kagi Recommended" mit "Kimi K2.6 (reasoning)", "Claude Opus 5 (reasoning)" und "Gemma 4 31B". Darunter befindet sich "Moonshot AI" mit "Kimi K2.7 Code", "Kimi K2.6 (reasoning)" und "Kimi K2.6". Unten zeigt eine Browserleiste die Adresse "assistant.kagi.com".

One of the most common misconceptions undergirding discussion of open weights models is that they are cheaper — free, even. After all, you can just download the weights, and skip the time and expense and capabilities necessary to create your own model. That is, of course, true, but the “free” in this case is a reference to the amount you need to spend on research and development; R&D is a fixed expense that is independent of the revenue you generate. […]

The point in terms of open weight models is that they are not free to serve. Kimi K3 costs $3 per million input tokens, and $15 per million output tokens; that is cheaper than Sol’s $5 per million input tokens and $30 per million output tokens, but that might not even be the right measurement.

Ben Thompson

Die Kosten verschwinden nicht, sie lassen sich aber teilweise aus der Cloud auf bereits verkaufte Hardware verlagern.

Mit intelligentem Routing zwischen unterschiedlichen Modellen haben iPhone-Kund:innen eine solche Rechenleistung bereits gekauft – in Form von Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Neural Engine. Nur Strom muss fortlaufend bezahlt werden. Es ist keine kostenlose Intelligenz, sondern eher eine „Prepaid Intelligence“: ein teilweise im Gerätepreis enthaltener „local first, cloud when necessary“-Ansatz.

Offene Modelle verändern die Wettbewerbsbedingungen in einem Markt, den Apple mit seiner Verbindung aus Hardware, Software und Services traditionell erfolgreich besetzt. Die Herausforderung ist die flexible Einbindung leistungsfähiger Modelle in den persönlichen Kontext, ihre Berechtigungen klar zu begrenzen und sie für appübergreifende Funktionen vorzubereiten.

Ironisch: Die vom Digital Markets Act implizierte iOS-Öffnung für konkurrierende KI-Modelle könnte Apples Position im Markt für seine Hardware paradoxerweise stärken – solange iOS die zentrale Orchestrierungsebene bleibt und entscheidet, welches Modell wann, wo und mit welchen Daten zum Einsatz kommt.

Kontrolliert Apple diese Koordinationsschicht jedoch nicht, besteht das Risiko, dass iOS als Betriebssystem austauschbar wird. Allein diese Gefahr würde den Start von Siri AI in der EU dauerhaft verhindern.

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„Flying Lotus Composed Two Apple Ringtones“

25. Juli 2026 um 17:03
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt ein Menü zur Auswahl des Klingeltons, bei dem die Option „Daybreak“ mit einem Häkchen markiert ist.

Flying Lotus composed a pair of ringtones that have been on iPhones since 2019, the producer revealed yesterday (August 21, 2024), after the news broke via the Twenty Thousand Hertz podcast. “Apple leaked it so I can say it,” the producer wrote on X. “I wrote some ringtones that have been in ur iPhone since ios13.” Those mini-compositions are “Daybreak” and “Chalet,” and you can check them out below.

Jazz Monroe | Pitchfork | Twenty Thousand Hertz (1/2)

Flying Lotus selbst hält Cosmogramma für sein bestes Album; auch Max Richter produzierte bereits Ringtones für Apple.

Die beiden 24-Minuten-Episoden des Twenty-Thousand-Hertz-Podcasts muss man gehört haben!

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„The Lo-Fi Way I Broke My Scrolling Habit“

20. Juli 2026 um 15:29
Ein weißer Sessel mit einem komplizierten, netzartigen Muster steht neben einem kleinen, zylindrischen weißen Tisch, auf dem ein Smartphone liegt, in einem hellen, minimalistischen Raum.

I’ve removed all my social media apps — Instagram, Twitter, TikTok — and moved them onto an old iPhone I had lying around my house. I dubbed this phone my Scroll Phone. I designated a single spot in my home where I could use it: a stripy armchair in my living room, which I have now anointed the Scrolly Chair. […]

I just do most of it where the algorithm can’t find me.[…] I still find joy in social media, a glimmer of fondness for what it could be when microdosed instead of overdosed. It doesn’t need to be destroyed; it just needs to be kept in a corner, on a shelf, on a pig-shaped stand that reminds me that social media was always meant to be a little unserious.

Meher Ahmad | New York Times

Neue Aufgaben für ausgemusterte Telefone.

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Tastatur, Maus – nun Stimme.

16. Juli 2026 um 22:26

Wispr Flow, Willow Voice oder „Dictation“ von Voicenotes: Sprache entwickelte sich quasi über Nacht zu einem neuen Eingabegerät für Computer – auf Augenhöhe mit Tastatur und Maus. Sie ist nicht neu, aber in puncto Latenz, kontextueller Einordnung sowie sprachlicher Bereinigung plötzlich mehr als ein Diktat.

GPT‑Live ist erschreckend gut; Apples „Advanced Dictation“ in der Beta von iOS 27 hält da noch nicht mit, liefert aber ausdrucksvolle Stimmen.

Noch existieren qualitative Unterschiede zwischen den verschiedenen Angeboten. Alle verbessern sich jedoch rasant, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis integrierte Systemfeatures übernehmen und die dedizierten Apps verdrängen. Ich erwarte, dass Wispr Flow, Willow Voice und Co. eher früher als später keine eigenständigen Start-ups mehr bleiben. Basismodelle werden austauschbar; OS-Hersteller integrieren dieselbe Funktion ohne Kosten.

„KI-gestützte Sprachdiktate“ nannte ich die Funktion bislang. Zukünftig sprechen wir wahrscheinlich nur noch schlicht von „Sprache“ und müssen dafür keine separate Einstellung aktivieren. Wie absurd wäre es, Maus und Tastatur vor jeder Nutzung zu aktivieren!?

Was für Gibberish ich manchmal diktiere und trotzdem verstanden werde, ist sicherlich noch faszinierender, wenn man aus dem Zeitalter von Dragon NaturallySpeaking kommt. Ich merke jedoch, wie ich Eigennamen und explizite Schreibweisen von Begriffen inzwischen unbewusst voraussetze.

Transkription ist weitgehend ein gelöstes Problem – das habe ich intellektuell akzeptiert. Das Ganze jedoch in Echtzeit und bereinigt von jedem Stottern sowie allen Füllwörtern und Pausen zu bekommen, bleibt faszinierend. So wird nicht nur mitgeschrieben, sondern interpretiert.

Ich vermute, dass diese Eingabemethode noch nicht spektakulärer erscheint, weil sie a) noch von zu wenigen Menschen genutzt und b) lediglich als reine Niederschrift verstanden wird – obwohl gerade das Sprachverständnis der entscheidende Sprung nach vorn ist.

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BasiliskII: Mac OS 8.1 auf dem iPad Pro M1

13. Juli 2026 um 14:04
Ein Computerbildschirm zeigt eine klassische Mac OS-Desktop-Oberfläche mit verschiedenen Symbolen, Ordnern und einem geöffneten Fenster vor einem gemusterten Hintergrund.

via @gingerbeardman

Die IPA-Datei von BasiliskII ladet ihr etwa über den AltStore Classic aufs Tablet. Die Mac OS 8.1.iso sowie das Quadra-650.ROM müsst ihr selbst im Internet finden und ins lokale Verzeichnis der iPad-App legen.

Als Einstellungen habe ich gewählt:

  • Model: Quadra 900
  • CPU: 68040
  • RAM: 64 MB

Erstellt anschließend ein Macintosh HD.img mit 1.000 MB und zieht die Mac OS 8.1.iso in den Bereich „CD-ROM“.

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Zuverlässig eine Woche nach der Keynote …

16. Juni 2026 um 23:57

… ist WWDC-Hangover.

Apples mediale Bubble benötigt jedes Jahr exakt eine Woche, um wieder runterzukommen. Nach sieben Tagen im Nachrichtensturm läuten Artikel wie „When will Apple release iOS XX?“, „Here’s everything new in XX“ oder „iPhone XX launching in three months with these XX features“ den Sommer ein.

Ein Sommerloch – eine nachrichtenarme Auszeit – hatten wir in den letzten sechs Jahren aber quasi nie; es wurde einfach durchmarschiert. Trotzdem nimmt die aktive Aufmerksamkeit für Apples Beta-Betriebssysteme natürlich signifikant ab.

Mich fasziniert dieser erkennbare Bruch zwischen a) handfesten und offiziellen Neuigkeiten sowie b) dem oft spekulativen Tagesgeschäft („Siri AI hints at new iPhone 18 Pro design change“). Eins davon ist wesentlich spannender als das andere.

Selbst für tatsächlich interessierte Personen sind spätestens eine Woche nach der Keynote alle relevanten Nachrichten erst einmal erzählt – was absolut nachvollziehbar ist. Man muss schon zu tief drinstecken oder es seine Arbeit nennen, wenn’s einen dann noch weiter beschäftigt …

Aber genau das tut es. Nach den Flaggschiff-Funktionen kommen jetzt die „Kleinigkeiten“ – die den Alltag oftmals viel stärker prägen.

Ein Social-Media-Beitrag, der ein App-Icon von „iOS 26“ mit einer eher texturierten Optik mit einem „iOS 27“-Icon vergleicht, das ein neues „Liquid Glass“-Material zeigt. Neben den Icons befindet sich ein Einstellungsmenü mit der Bezeichnung „Liquid Glass“, das Schieberegler und Schalter für Lichtreflexionen, Weichzeichnung, Lichtbrechung und Transparenz enthält.
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„Is Apple TV the new HBO?“

15. Juni 2026 um 18:55

Apple TV Really is the New (Old) HBO — From a quality-perspective, I’ve been saying this for years at this point, but Janko Roettgers‘ point here is a slightly different one: that Apple TV is relying on a few tentpole shows to drive their subscriptions and word-of-mouth, just like HBO used to do in the days of cable. But streaming has obviously changed everything, and as a result, Apple TV remains a non-player to the point of still not showing up on overall charts despite some of their high-profile content.

Janko Roettgers | Lowpass | M.G. Siegler | Spyglass

Während HBO seinerzeit „It’s not TV!“ proklamierte, scheint Apple heute zu sagen: „It’s not streaming!“

Was (weiterhin) fehlt: Marketing. Sie bekommen es nicht hin, frische Hits wie „Widow’s Bay“ ins Rampenlicht zu stellen. Pluribus war vielleicht die erste Ausnahme, die direkt zur Staffel 1 auch entsprechend beworben wurde.

Der Erfolg von Severance, Ted Lasso und Co. schien dagegen für sie selbst eine Überraschung und blieb auch lange nach dem Release ohne (Werbe-)Reaktion.

A smartphone displays the first episode of 'Cape Fear' with a woman running in front of a menacing red-eyed background. The phone's screen shows time, signal, and navigation buttons, indicating an active streaming interface.

Wir wissen nicht, was Apple für Apple TV als Erfolg definiert. Ohne werbefinanzierte Preisstufe und nur mit kleinem Katalog kann es gut sein, dass Prestige, Cross-Promotion (zu Live-Sport) und ein gutes Argument fürs Servicegeschäft weitgehend die internen Erwartungen erfüllen.

Bislang limitiert die eingeschränkte Reichweite scheinbar nicht den Zugang zu Talenten und guten Skripten. Slow Horses, Silo, Your Friends & Neighbors sowie Margo’s Got Money Troubles sind ausnahmslos hochkarätig (besetzt) – nur erreicht Apple damit nicht annähernd eine Publikumsgröße wie Netflix oder Disney.

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„Last.fm is now independent“

31. Mai 2026 um 09:12
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine Liste mit Benachrichtigungen der App „QuietScrob“, die Informationen zu kürzlich gespielten Musiktiteln und deren Zeitstempel auflistet.

Today, Last.fm begins a new chapter as an independent company. Ownership has changed, but the product you use every day has not.

Your account, your listening history, and your data remain exactly where they are. The team building Last.fm is the same. The service continues as normal.

Support.last.fm

Seit zwei Jahrzehnten schreibe ich dieses Blog und Last.fm fand sowohl im ersten als auch im letzten Jahr seine Erwähnung, obwohl mir das Mitprotokollieren von Musik den Aufwand eigentlich nicht wert ist.

Dieser Aufwand ist das Last.fm-Problem, das sich nicht nur durch Spotify und Co. vergrößert hat, sondern durch jeden Computer, jedes Tablet und alle Smart-Speaker, die eure Alben dieser Tage wiedergeben. Alle diese Streams einzufangen, bedeutet Arbeit.

Ich könnte jedoch nicht stärker für Last.fm trommeln und mir wünschen, dass sie sich mit neuer Eigenständigkeit auch durch die nächsten Musikjahrzehnte scrobbeln.

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